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Die Wetterlage über Deutschland zeigt Mitte Februar eine deutliche Dynamik: Während im Nordosten stellenweise winterliche Glätte durch gefrierenden Regen zum Problem wird, rückt im Südwesten eine nasse, milde und windige Phase in den Fokus. Mehrere Prognosen und aktuelle Warnlagen deuten auf anhaltenden Regen in Kombination mit Tauwetter hin. Besonders kritisch ist die Situation dort, wo sich Niederschläge in Staulagen verstärken und gleichzeitig Schneereserven in höheren Lagen abschmelzen. In der Folge steigen Abflussmengen, Pegel reagieren schneller, und lokal können Überflutungen auftreten.
Wettermodelle „drehen“: Von ruhigerer Phase zu nasser Großwetterlage
In den aktuellen Modellläufen zeichnet sich eine Entwicklung ab, die in der öffentlichen Wahrnehmung als „Drehen“ der Wettermodelle beschrieben wird: Noch vor kurzer Zeit war verbreitet von einer eher ruhigeren Witterungsphase die Rede, inzwischen wird die nassere Variante in mehreren Simulationen gestützt. In entsprechenden aktuellen Berichten wird vor allem der Westen und Südwesten Deutschlands als Schwerpunkt genannt, wo sich markante Niederschlagssignale verdichten.
Meteorologisch passt dazu eine typische Konstellation mit atlantischen Tiefausläufern, die wiederholt feuchte Luft nach Mitteleuropa lenken. Die Abfolge mehrerer Frontensysteme kann Regengebiete regenerieren, sodass nicht nur kurzzeitige Schauer, sondern länger anhaltender Regen möglich wird. Entscheidend für die Hochwasser- und Überflutungsgefahr ist dabei weniger ein einzelner Starkregenguss als die Summe aus Dauerregen, gesättigten Böden und zusätzlichem Schmelzwasser.
Zwei Risikoräume im Fokus: Südwesten mit Dauerregen und Tauwetter, Nordosten mit Glätte
Südschwarzwald und angrenzende Mittelgebirge: Viel Regen trifft auf Schneeschmelze
Im Südwesten steht insbesondere Baden-Württemberg im Zentrum der Warnlage. Für den Südschwarzwald wurde in aktuellen Meldungen unter Verweis auf den Deutschen Wetterdienst eine Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 genannt. Als Größenordnung werden bis zu 120 Liter pro Quadratmeter bis Freitagfrüh in Aussicht gestellt. Auch für den gesamten Schwarzwald werden über mehrere Tage hinweg hohe Regenmengen erwartet; zusätzlich wird Tauwetter in höheren Lagen als Verstärker der Abflussbildung beschrieben. Begleitend können stürmische Böen auftreten, was die Lage durch umstürzende Bäume oder Behinderungen im Verkehr zusätzlich verschärfen kann.
Der Deutsche Wetterdienst beschreibt in seinem aktuellen Warnlagebericht für Deutschland ebenfalls länger anhaltenden Regen im Süden und nennt dabei explizit Schwarzwald und westliches Oberallgäu mit erhöhten Abflussmengen über einen Zeitraum von 36 bis 48 Stunden, in Staulagen auch darüber hinaus. In solchen Regionen wirken Orographie und Staueffekte wie ein Niederschlagsverstärker: Feuchte Luft wird an den Hängen gehoben, kühlt ab und regnet sich länger aus. Treffen diese Mengen auf bereits feuchte Böden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Wasser oberflächlich abfließt, Gräben anschwellen und kleinere Bäche rasch reagieren.
Nordosten: Gefrierender Regen und Glatteis als zweite Gefahrenlage
Parallel zur Nässe im Südwesten bleibt der Nordosten in einer anderen Gefahrenkategorie: Der DWD-Warnlagebericht weist für die Nacht und den Vormittag auf eine erhöhte Glatteisgefahr hin, teils mit dem Hinweis, dass Unwetter nicht ausgeschlossen sei. Als besonders betroffene Räume werden Teile von Schleswig-Holstein bis Mecklenburg-Vorpommern sowie die Uckermark genannt. In aktuellen Regionalmeldungen wird für Brandenburg ebenfalls vor Glätte durch überfrierenden Regen gewarnt.
Diese zweite „Region“ ist zwar kein Hochwasser-Schwerpunkt, aber im Zusammenspiel der Luftmassen für die Gesamtwetterlage typisch: Während milde, feuchte Luft aus Südwesten heranströmt, kann sich bodennah im Osten und Nordosten länger kalte Luft halten. Dann fällt Niederschlag als Regen, gefriert aber am Boden – mit erheblichen Risiken für Verkehr und Infrastruktur. Die räumliche Nähe sehr unterschiedlicher Wettergefahren unterstreicht, wie scharf Luftmassengrenzen im Winterhalbjahr ausfallen können.
Warum Überschwemmungen auch ohne große Flusshochwasser möglich sind
In aktuellen Berichten wird betont, dass nicht zwingend eine überregionale Hochwasserlage an großen Flüssen vorliegen muss, damit es zu Problemen kommt. Lokal können bereits kleine Gewässer, Hanglagen, überlastete Kanalisation oder verstopfte Abläufe zu Überflutungen führen. Besonders in Mittelgebirgsregionen reagieren kleinere Einzugsgebiete schnell: Wenn Regen über viele Stunden fällt und gleichzeitig Schneeschmelze einsetzt, steigt die Abflussmenge in kurzer Zeit deutlich an.
Hinzu kommt der Faktor Boden: Im Winterhalbjahr ist die Verdunstung gering, Böden sind oft feucht, und in höheren Lagen kann gefrorener oder nur oberflächlich auftauender Untergrund die Versickerung hemmen. Dann wird aus anhaltendem Regen schneller ein Abflussproblem. In der Praxis bedeutet das: Überflutete Unterführungen, voll laufende Keller, Hangrutschungen an steilen Böschungen und kurzfristige Sperrungen können auch dann auftreten, wenn die großen Pegel noch keine markanten Hochwasserstände melden.
Ausblick: Wetterberuhigung, aber winterlicher Rückschlag möglich
Mehrere aktuelle Meldungen skizzieren nach der nassen Phase im Südwesten eine mögliche Umstellung, bei der es nach dem Regen wieder kälter werden kann und Niederschlag teils in Schnee übergeht. Solche Übergänge sind für die Gefahreneinschätzung relevant: Sinkende Temperaturen können nasse Fahrbahnen vereisen lassen, während bei weiterem Niederschlag die Belastung für Infrastrukturen hoch bleibt. Gleichzeitig kann die Hydrologie zeitversetzt reagieren, weil Wasser aus höheren Lagen erst nach und nach in die Gewässer gelangt.
Fazit
Die jüngsten Prognosen und Warnlagen zeigen eine Wetterphase mit klaren regionalen Schwerpunkten: Im Südwesten erhöhen Dauerregen und Tauwetter das Risiko lokaler Überschwemmungen, besonders in Staulagen des Schwarzwalds und angrenzender Mittelgebirge. Im Nordosten steht dagegen Glatteis durch gefrierenden Regen im Vordergrund. Die Kombination aus wiederholten Tiefausläufern, hohen Niederschlagssummen und wintertypischen Bodeneffekten macht die Lage vor allem dort heikel, wo kleine Einzugsgebiete schnell reagieren und Entwässerungssysteme rasch an Grenzen geraten.
Quellen
Frankfurter Rundschau (11.02.2026): Wettermodelle drehen jetzt: In zwei Regionen drohen Starkregen und Überschwemmungen
https://www.fr.de/panorama/wetter-modelle-drehen-starkregen-hochwasser-und-ueberschwemmungen-zu-befuerchten-zr-94162846.html
Deutscher Wetterdienst (10.02.2026): Warnlagebericht für Deutschland
https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_aktuell/warnlagebericht/warnlagebericht_node.html
Deutscher Wetterdienst – Wettergefahren (10.02.2026): Warnlagebericht (Wettergefahrenportal)
https://wettergefahren.de/index.html





